Neuer Bienenstand: Golfanlage Gut Leimershof

Am 25.05.2020 haben meine Bienen einen weiteren, interessanten Standort bezogen. Aufgrund einer Initiative von Benedikt Zenglein von der Golfanlage Gut Leimershof entsteht dort ein weiterer Bienenstand mit dem Plan, den geernteten Honig nachhaltig direkt vor Ort zu vermarkten.
Ich war anfangs zwar etwas skeptisch, anschließend aber um so mehr überrascht, wie vielfältig die dortige Golfanlage gestaltet ist. Vielfältige blühende Hecken und Baumgruppen sowie ungemähte, blühende Flächen machen das Areal auch für Bienen interessant. Auch das für die Bienen wichtige Wasser findet sich direkt auf dem Golfplatz in Form mehrerer (Fisch-)Teiche. Zudem ist der Platz von großen, artenreichen Waldflächen, Obstbaumwiesen und (aktuell) blühenden Rapsfeldern umgeben. Also auf jeden Fall ein interessanter Standort, um einen individuellen Honig zu ernten.
Da beim Aufstellen der Bienen ein – für dieses Frühjahr 2021 typisches – kaltes, nasses „Schmuddelwetter“ geherrscht hat, gibt es erste Bilder erst Richtung Wochenende, wenn die Sonne sich, wie gemeldet wieder zeigen sollte.

Hier die versprochenen Bilder …

Bienengesundheit

Eine der größten Gesundheitsgefahren für die Bienen ist nicht das Corona-Virus, sondern die „Amerikanische Faulbrut“.
Nach der Durchsicht durch den Bienensachverständigen ist heute das Gesundheitszeugnis vom Veterinäramt eingetroffen. Somit steht dem zukünftigen Verkauf von Ablegern und Jungvölkern und dem Besuch von Belegstellen zur Begattung von Königinnen in 2021 nichts mehr entgegen.
Allerdings geht es dieses Jahr definitiv nicht zur Belegstelle Michaelsgraben, weil diese aufgrund eines Faulbrutfalles in Coburg in 2021 nicht geöffnet wird.
Jedoch gibt es mit den Belegstellen „Gramschatzer Wald“ und „Hassberge“ gute Alternativen.

Wachsernte

Bienenwachs ist in den letzten Jahren ein äußerst wertvolles Gut geworden. Durch Wachsverfälschung mit Paraffin und Stearin müssen wir Imker aufpassen, dass wir kein „gepanschtes“ Wachs in unsere Bienenvölker bekommen. Da ist es natürlich vorteilhaft, wenn man genug Eigenwachs für die Umarbeitung in Mittelwände ernten kann.

Und wenn dann auch noch die Rückstandsfreiheit bezüglich Pflanzenschutzmittel und anderer Verunreinigungen durch den Tiergesundheitsdienst Bayern (siehe Post vom 08.03.21) belegt ist, dann lässt der fein gereinigte Wachsblock im Sonnenlicht auch die Augen des Imkers strahlen 😉

Der Frühling naht …

einzelne Bienen trauen sich bei den ersten Sonnenstrahlen aus ihren Völkern und haben zumindest die letzten Winterwochen überlebt. Jetzt heißt es für den Imker kontrollieren, dass die Winterfuttervorräte noch ausreichen. Denn bis April leben die Bienen noch von ihren Vorräten.
Gleichzeitig haben Kolleginnen bereits ihren zukünftigen Standort im Zückshuter Forst bezogen.

Der Honig-James-Bond …

Die Aussage „Honig – flüssig oder gerührt – das klingt ja wie ein ‚Honig-James Bond‘“ von meiner treuen Honigkundin M., hat mich (Michael Koslowski, guessbacher-honigbiene.de) dazu gebracht, einige James-Bond-Titel auf Bienen, Honig & Co. umzudichten.

Wir wäre es denn z.B. damit?

  • “Goldfinger” wird zu “Honigfinger”
    Gold und Honig kann durchaus die gleiche Farbe haben, Honig schmeckt nur besser 😉
  • „Liebesgrüße aus Moskau“ wird zu „Liebesgrüße vom Drohnensammelplatz“
    Drohnensammelplatz ist der Ort, wo sich Drohnen (männliche Bienen) mit den unbegatteten Königinnen zum Liebesspiel treffen und das Liebesthema findet sich ja in jedem guten Bond-Film wieder
  • „Man lebt nur zweimal“ wird zu „Man sticht nur einmal“
    Bienen sterben nach einem erfolgreichen Stich, weil der Stachel in der menschlichen Haut hängen bleibt und die Biene damit tödlich verletzt ist
  • „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ wird zu „Im Stockdienst Ihrer Majestät“
    Als Stockdienst bezeichnet man den Arbeitsdienst der Bienen im Bienenstock; Majestät ist natürlich die Bienenkönigin
  • „Leben und sterben lassen“ wird zu „Leben und stechen lassen“
    Da braucht es keine Erklärung, oder?
  • „Der Spion, der mich liebte“ wird zu „Der Drohn der mich liebte“. Es sind allerdings mehrere Drohnen, die nacheinander eine Königin begatten für lebenslangen Samenvorrat. Vielleicht war es aber nur bei einem die „wahre Liebe“ …
  • „ In tödlicher Mission“ wird zu bleibt in „In tödlicher Mission“
    Hier verliebt sich der Hauptdarsteller in eine Wächterbiene, Da die Wächterbiene jedoch sehr zäh ist, gibt es nach dem erfolgreichen ersten Teil noch die Fortsetzungen „Lizenz zum Töten“, „Im Angesicht des Todes“ und das Grande Finale „Der Hauch des Todes“, in dem die Wächterbiene beim Angriff der Hornissen letztendlich doch ihr Leben geben muss, schluchzzzz.
  • „Stirb an einem anderen Tag“ bekommt beim Bienen-Bond einen Untertitel und wird zu „Stirb an einem anderen Tag (oder „Der erfolglose Drohn“).
    Ein junger Drohnenkavalier, der es leider nicht zum Geschlechtsakt schafft und daher sein Leben erst an einem anderen Tag (bei einer neuen Flamme oder durch Altersschwäche, Vogel o.ä. verliert)
  • „Skyfall“ wird in der deutschen Übersetzung zu „Der Drohn, der nach erfolgreicher Begattung einer Königin tot vom Himmel gefallen ist“. Ganz schön sperrig, die deutsche Übersetzung!
    Zwei Filme für Biostreber:
  • „Octopussy“ wird zu „Sexopussy“ schließlich hat eine Biene nur sechs Beine
  • „Golden Eye“ wird zu „Faceted Eye“, das Facettenauge, von denen jede Biene zwei besitzt und die sind nicht golden, sondern braun bis schwarz.
  • „Die Welt ist nicht genug“ wird zu „Der Bienenstock ist nicht genug“ – von einer Königin, die in gestandenem Alter auszog, um nochmal neu (mit einem Schwarm) anzufangen.

Aus fremder Feder:

Dank an Imkerkollege Marco Bierlein für die folgenden Ideen:
– „Miss Moneypenny“ wird zu „Miss Moneyhoney“ oder „Miss Honeypenny“, ihrer Nachfolgerin
– „Casino Royale“ wird zu „Casino GeleeRoyale“. Der Saft aus dem Königinnenträume sind.


Weitere Ideen werden gerne entgegengenommen.