Das ist 2019 im Honig …

Die Honiganalysen sind frisch eingetroffen. Diesmal gibt es sortenmäßig zwar keine Überraschungen, aber es ist trotzdem immer interessant, welche Pflanzen die Bienen so in der Umgebung finden.

Und das wichtigste – der Honig entspricht in allen Kriterien den Premium-Kriterien der deutschen Honigverordnung und den Vorgaben des Deutschen Imkerbundes und ist damit ein Premiumprodukt!

> Honiganalysen 2019

ÜBRIGENS: Das Umtragen und Umarbeiten der Melizitose durch die Bienen hat geklappt. Die Waben wurden komplett geleert und der Honig nach erneuter Bearbeitung durch die Bienen in die vorbereiteten Waben umgetragen. Der Honig war jetzt schleuderbar, ist bislang noch komplett flüssig und ohne Kristalle. Das Dumme ist nur –  von der Menge (etwa 10 Rähmchen) ist am Ende nur etwa 1kg Honig geblieben und da ich die Schleuder jetzt nochmal komplett reinigen darf, ist der Honig damit unbezahlbar! 😉

Bienen hinter Glas …

Schon Ende letzten Jahres habe ich einen Schaukasten für ein kleines Bienenvolk bekommen. Mittlerweile ist der Kasten auch sehr gut angenommen – die Königin hat ein ordentliches Brutnest angelegt und die Futterversorgung in der oberen Wabe wurde durch die Sammlerinnen auch sichergestellt.

Nur leider lässt sich das Volk in dieser Umgebung nicht überwintern. Es muss deshalb demnächst bei anderen Völkern Unterschlupf finden – bis zur Neubesiedlung im nächsten Frühjahr.

Neues von der Honigernte …

Manchmal steht ein Rapsfeld vor der Tür und trotzdem klappt es nicht mit dem Rapshonig. Grund in diesem Jahr – die erneute Trockenheit und sehr kalte Tage rund um die Eisheiligen. Der Frühjahrshonig war deshalb in diesem Jahr relativ feucht (etwa 17,5%), weniger wie gewohnt und wurde deshalb auch später (Mitte Juni anstatt Ende Mai) geerntet. Mal sehen, wie sich das auf den Geschmack auswirkt, wenn er erst mal gerührt und komplett kristallisiert ist.

Wunderschön verdeckelte Honigwabe

Wunderschön verdeckelte Honigwabe

Die Schleuderung der Sommer-Ernte ist gerade in vollem Gange. Ein interessanter Honig mit vielfältigen Farbnuancen und Geschmack – der gleich den Weg zur Sortenanalyse per Post angetreten hat. Mal sehen, was die Honigexperten für eine Sorte feststellen können.

Einziger Wermutstropfen: In diesem Jahr bin auch ich erstmals von Melizitose betroffen – ein Honig, der große Mengen des Dreifachzuckers Melizitose enthält. Dieser kristallisiert schon in den Waben und lässt sich praktisch nicht schleudern. Man nennt ihn darum auch „Zementhonig“. Deshalb müssen die Waben jetzt gewässert werden und den Völkern nochmal zum Umtragen angeboten werden. Hoffentlich ist es diesen Aufwand wert und lässt sich dann noch ernten.

Kristallisierte Melezitose in den Waben

Kristallisierte Melezitose in den Waben

Denn als Futter für die Überwinterung ist er auf Grund des hohen Mineraliengehaltes und der schlechten Verdaulichkeit für die Bienen nicht geeignet. Die Alternative zum Umtragen lassen ist deshalb nur das „entsorgen“.
Das Positive: bislang ist der Melizitosehonig nur auf meinen Zwei-Völker-Stand in Pödeldorf beschränkt.

 

Aktuelles von den Bienen …

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Die ersten Honigsorten sind mittlerweile komplett verkauft, es wird also Zeit, dass die Bienen wieder neuen Honig eintragen.

Da trifft es sich gut, dass in diesem Jahr ein großes Rapsfeld direkt vor der Türe liegt.

Problematisch nur, dass das Wetter seit einiger Zeit so garnicht mitspielt. Regen und Kälte, da gehen die Bienen trotz der Verlockungen nicht vor die Türe.

Sturmschaden

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Am Rosenmontag war es auch in Breitengüßbach recht stürmisch und eines der im Garten stationierten Bienenvölker wurde vom Wind umgeworfen.

Vielen Dank an die Frau Nachbarin für die Info und die holde Gattin für das Wiederaufrichten!

Solange die Königin bei „Windwurf“ nicht aus dem Kasten befördert wurde , sollte es für das Volk eigentlich kein Problem darstellen.

In den letzten Wochen sind bei schönem Vorfrühlingswetter bereits alle 13 Völker geflogen, so dass der Winter bislang mit 0% Verlusten in meine Statistik eingehen wird. Jetzt gilt es, die Futtervorräte im Blick zu behalten und zu hoffen, dass keine weiteren Sturmschäden auftreten.

Volksbegehren gestartet ….

Herzlichen Dank an alle, die schon ihre Unterschrift für das Volksbegehren zur Artenvielfalt abgegeben haben. Alle anderen haben nur noch bis zum 13.02.2019 Zeit. Also rechtzeitig mit Ausweis im Rathaus vorbeischauen. Die Zeit geht schneller rum, als man denkt!

Erstunterzeichner_Volksbegehren_20190131

Im Bild die Erstunterzeichner, die sich gemeinsam mit Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder direkt nach Öffnung des Eintragungslokals in Breitengüßbach am 31.01.2019 um Punkt 8 Uhr eingetragen haben.

Elem Eichhorn (Bund Naturschutz), Karin Schneiderbanger-Vogt, Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder, die Imker Michael Koslowski und Michael Schubert und Kollege.

UPDATE: es ist geschafft! Bayernweit 18,4% Beteiligung und mit gut 18% liegen wir auch in Breitengüßbach im Schnitt.

Bienenkrankheiten in Veitshöchheim

Drei Tage intensiver Beschäftigung mit Bienenkrankheiten am Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim liegen hinter mir.

 

Ein Kurs, den ich jedem, der sich intensiver mit Bienen beschäftigt nur ans Herz legen kann. Oder wer hat schon einmal den Kleinen Beutenkäfer in Original gesehen, Nosema unter dem Mikroskop betrachtet oder eine Faulbrutwabe im klinischen Stadium untersuchen können?

Am Ende stand dann noch die Prüfung zum Bienenfachwart (alternativ auch zum Bienensachverständigen) an, der ich mich, natürlich mit mulmigem Gefühl gestellt habe.

Ob es dann auch zum erfolgreichen Bestehen und der damit verbundenen Ernennung zum Bienenfachwart „gelangt“ hat, wird sich erst in einigen Wochen zeigen. Die vom Vereinsvorstand über Kreis-, Bezirks- und Landesebene gelaufenen Unterlagen mit dem Nachweis der notwendigen Schulungen waren jedenfalls schon in Veitshöchheim vorgelegen.

zertifikat_bienenkrankheiten

Vielen Dank an die Wissenschaftler und Praktiker für die vielen theoretischen und praktischen Einblicke in die Bienenkrankheiten. Die Abwechslung aus kurzweiligen Vorträgen, praktischen Arbeiten und die vielen Anekdoten haben die drei Tage wie im Flug vergehen lassen.

Wer auch Interesse an der Teilnahme hat, sollte sich schon rechtzeitig vormerken lassen – die Kurse sind nämlich – zu Recht – schon weit in die Zukunft ausgebucht …